Das magische Tor

Bericht von Elixa Alanté

Es war bereits dunkel als ich zusammen mit Jaeshra, Anor und den Oisin-Sa’ar ankam. Lange war der Marsch gewesen und kalt. Auf halbem Weg war ich nur mit Oriosen unterwegs, dann wurden wir durch einen Schneesturm getrennt und ich war alleine mit Jaeshra und Anor. Die Götter wiesen mich an, weiterzugehen, weiter zum magischen Tor. Die Oisin-Sa’ar liefen uns bald darauf über den Weg und wir zogen zusammen weiter. Ich danke Orna dass sie mir die Oisin-Sa’ar geschickt hat.

Kurz nachdem wir angekommen waren gab es etwas zu Essen. Thalat, ein Koch, den ich schon mehrere Male gesehen hatte, war auch hier wieder in der Küche. Ich frage mich wie er es schafft, an so vielen Orten zu sein… Es ist wie wenn er genau wüsste wo er gebraucht wird.

Viele bekannte Gesichter waren da, wie zum Beispiel Lord Victor. Einer trug eine eiserne Maske. Ich glaube ihm seine Geschichte nicht und wenn er mir noch mal über den Weg laufen sollte werde ich mich genauer mit ihm befassen.

Dann, nach dem Essen, warteten wir darauf, dass der Hausherr uns weitere Informationen über das Magische Tor wie angekündigt geben würde, doch er wurde tot aufgefunden. Kurz darauf wurde ein Echsenwesen festgenommen, es schien zuerst unsterblich zu sein, doch ein Schwert in sein Herz brachte auch diesem Wesen den endgültigen Tod. An jenem Abend tauchten die ersten Metallsplitter auf. Da wussten wir noch nicht, was es damit auf sich hatte. Auch wurden einige Schriften gefunden. Auf einer war etwas in Orioser Schrift geschrieben. Wer es geschrieben hat, weiss ich nicht und werde ich wohl auch kaum herausfinden können. Das Schriftstück warnte uns vor kreischenden Wesen, die man zum Schutz auslachen sollte. Auch wurde etwas von den Söldnern der 17.Nacht erwähnt, doch zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht, von woher ich diese Söldner kannte. Erst später wurde mich klar dass ich diese Söldner in Bech kennen gelernt hatte, doch wussten auch sie nichts über diese Schriften. An jenem Abend nahm ich auch einige Söldner unter meinen Dienst. Zu meinem Schutze, da ich die Oisin-Sa’ar nicht belasten wollte. Am frühen Morgen ging ich dann zu Bett, doch nicht lange war es ruhig, bald schon hörte ich Schreie von draussen, ich nahm mein Schwert und mein Bogen und rannte zum Gang. Dort erwartete mich eine Feuerhölle, schnell ging ich zurück ins Zimmer und schloss die Tür um mich und meine Mitoriosen vor dem Feuer zu schützen. Ein Magier löschte wenig später das Feuer. Schnell ging ich nach unten, dann ging alles sehr schnell. Einer der Banditen kam die Treppe hoch und schon hatte ich ein Messer an der Kehle. Anscheinend waren alle gefallen und der einzige Trost war dass ich wusste dass es Anor und Jae gut ging und sie den anderen helfen konnten. Der eine Räuber nahm mich mit in sein Lager. Anscheinend waren alle anderen gefallen. Auf dem Eis rutschte ich immer wieder aus, doch kannte der Räuber keine Gnade, was mich auch nicht verwunderte. Im Lager der Banditen fesselten sie mich und ich verbrachte die Nacht am Feuer der Banditen. Ich betete zu Orna dass sie mir helfe, auch betete ich zu Turic, auf dass er mich nicht auf seine Liste setzten möge. Kedyn bat ich die Krieger zu unterstützen mich frei zu bekommen, doch bis zum Morgen geschah nichts, ausser dass die Banditen mir meine Maske wegnahmen und mir im Gesicht leichte Schnittwunden zufügten. Ich schlief die Nacht nicht. Zu gross war die Angst dass ich nicht mehr aufwachen würde, zu gross die Hoffnung, das bald schon Rettung kommen würde, doch geschah nichts, bis die Banditen die Fesseln an meinen Beinen lösten und mich wieder hinunter ins Tal führten. Die Fesseln an meinen Händen waren eng und schon bald waren meine Handgelenke blutig von den scheuernden Seilen. Ich sah nicht wo wir entlang gingen, ich sah nicht mit wem die Banditen sprachen. Sah nicht was geschah und warum mich niemand befreite. Die Banditen sagten mir später dass ich meinen Freunden nur 10 Silber wert seihe. Meine Hoffnung liess nach, doch glaubte ich dass Jaeshra alles tun würde, damit ich frei komme. Währenddem mich die Banditen zurück in ihr Lager brachten betete ich noch einmal um Beistand. Orna hatte mich erhört. Schon bald führten die Banditen mich erneut nach unten, diesmal jedoch bis zur Hütte, wo man mich übergab. Man brachte mich hoch in mein Zimmer, wo Anor meine Wunden versorgte und Jae mir meine Maske zurückgab, die die Banditen am Morgen vor die Hütte gelegt hatten, als Zeichen dass ich in ihrer Gewalt war. Als ich auf dem Weg zu Argo war, begegnete mir doch tatsächlich noch einer der Banditen die mich ohne Maske gesehen hatten. Er musste sterben. Kurz darauf fand Narië ihn tot in Schlafsaal von Lord Victor. Während dem Nachtessen sagte Jaeshra zu mir dass Mellion mich zu sprechen wünscht. Nach dem Essen kam ich diesem Wunsch nach. Danach wurde ich über die Geschehnisse aufgeklärt. Vieles war geschehen und es waren noch mehr von den metallenen Splittern aufgetaucht. Mittlerweile wussten wir, dass auf den Splittern ein Zauberspruch stand, den wir benötigten, um das Tor zu schliessen, auch haben wir herausgefunden dass diese Echsenwesen anscheinend aus dem Tor kamen.

Wir suchten noch mehr von den Splittern. Alle mussten wir haben, ansonsten konnten wir den Zauberspruch nicht ganz herausfinden und nur die Götter wissen was dann geschehen würde. Am späten Abend hatte ich eine Vision. Wir suchten auch nach steinernen Kugeln. In meiner Vision wurde mir der Weg zu einer gezeigt. Ich wusste dass ich sie nicht alleine holen konnte, dass ich einen Kleriker brauchen würde. So nahm ich Benorgas Skir mit mir und wir holten diesen Stein. Noch in dieser Nacht konnten wir alle Bestandteile für das Ritual besorgen. Am nächsten Tag sollte es stattfinden. Da ich seit 2 Tagen nicht geschlafen hatte viel ich in einen tiefen schlaf und erwachte erst am nächsten Morgen wieder. Nach dem Frühstück bereiteten die Kleriker und die Magier das Ritual vor. Alles verlief gut und wir konnten das Tor schliessen. Doch für mich war der Tag noch nicht zu Ende. Zusammen mit den Oisin-Sa’ar jagten wir die Banditen die mich ohne Maske gesehen hatten und ich tötete alle. So soll es jedem geschehen der es wagt mir meine Maske auszuziehen und so meine Ehre zu verletzen.

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