Fest zu Ehren Timbers

Bericht von Amarin – Künstlerin von Berufe

Am 2. Tag d. 10. U. i. J. 187

Vier Tage sind nun vergangen seit die Festlichkeiten zu Eher Timbers, dem Gott der Einigkeit, begonnen hatten. Natürlich war Jaeshra ganz ausser sich. Ich glaub die Nerven gingen einwenig mit ihr durch wenn sie an das Ritual dachte. Egal... Der Anfang war ja recht enttäuschend gewesen, ein einziger Uruloki kam. Aber was für einer. Irgendwie war es doch lustig. Der hat sein Zelt aufgebaut und ich konnte helfen. Auch wenn ich mir nicht sicher bin wie gross meine Hilfe eigentlich war. Moment was habe ich getan, ach ja, genau… Eisendinger in den Boden gestossen. Wenn ich mich recht erinnere. Irgendetwas mit Gw… oder so war sein Name, aber Rübe… äh natürlich Kürbis kann ich mir besser merken. Auch wenn sein Gesicht nicht ganz so orange ist wie ein Kürbis. Er hat mir mal erklärt wieso er eigentlich so heisst, aber daran kann ich mich nicht mehr wirklich erinnern. Irgend nen Grund wird’s wohl schon haben.

Ach ich weich vom Thema ab. Meine zweite Enttäuschung an dem Tag. Kürbis kann besser mit dem Klimperding spielen und noch so manch ein andere. Dabei ist Kürbis doch ein Krieger und kein Barde. Na wenigstens hab ich ne Entschuldigung, schliesslich hab ich das Ding erst seit ein paar Uials.
Und der grosse Vorteil an der Sache, er hat mir diesen Marsch beigebracht. Wenn ich mich jetzt doch nur erinnern könnte wie der hiess… na es muss auf jeden Fall ein fröhlicher Marsch gewesen sein, denn in den Strophen hat’s immer ein Hurray drin.
Und noch jemand hatte en Klimperding dabei, aber eines dass man auf der Schulter hält. Unsere Herrin Elixa kann wirklich gut damit spielen. Diese andere, der Name begann glaub ich mit U… es könnte zumindest sein konnte auch wirklich schön spielen. Sie (Kürbis übrigens auch) hat mich aufgefordert mit der Flöte zu ihren Lieder zu spielen, irgendwie ein Fehler, dass kann ich doch nicht!

Wie auch immer. Es kamen noch viele Leute zum Feste, darunter fielen wohl vor allem die beiden edlen Dame auf die Geschenke brachten. Sie waren wirklich edel Gekleidet, unserer Herrin gleichkommend, auch wenn ich nicht sagen kann dass ich die Farben der Kleider gleich gewählt hätte. Na gut, ich gebe es ja zu. Ich hab vergessen welche Farben sie trugen.
Und dann kam da noch dieser Lord, mit der Figur. Günther meinte sie komme aus dem Süden weil sie hohl sei und sie habe etwas mit Wasser zu tun. Wegen der Tropfenform glaub ich.
Günther ist übrigens einer der Namen die ich mir merken konnte. Nur schon wegen dem knallroten Umhang den er trug. Und dann hinkte er auch noch und ging an einem Stock. Er konnte viel erzählen. Aber was ihn mir eigentlich ins Gedächtnis gebrannt hatte war dass ich plötzlich überall nur noch diesen Günther sah. Ich mein, gut ein Günther, was solls. Aber gleich alles nur noch Günther ne dass ist es nicht wirklich. Und dann will mir einer dieser Günthers noch sagen dass er den Anführer der Uruloki ist (den Namen hab ich jetzt vergessen) und der Günther daneben sei auch kein Günther sondern ein Uruloki. Nein, ich bin vielleicht vergesslich, aber nicht Blind. Ein Günther ist kein Anführer. Na gut, seiner Worte klangen logisch, wenn Leute Türen sehen die nicht da sind und andere plötzlich ausrasten, gut dann mag es vielleicht auch sein das ich Günthers gesehen habe dies nicht gibt.
Aber eigentlich wollte ich das erst später erzählen.

Wo war ich denn wo? Ah ja. Bei den Gästen. Da war noch dieser König von Osgallon. Barn oder Bran, weiss ich doch nicht mehr. Auf jeden Fall war er wichtig. Aber viel am Hut hatte ich nicht mit ihm. Hab nur mitbekommen dass er Elixa, unsere rechtmässige Thronerbin nicht als Adlig anerkennen will und sie jetzt Truchsessin ist statt Herzogin. Komischer Kauz wenn man mich fragt. Er war sowieso etwas zurückhaltend.
Das Ritterturnier war spassig. Und den Met hat sich Kürbis geholt. Der Mann hat viel aufsehen auf sich gezogen, wenn man mich fragt. Vielleicht liegt dass an seinen Tischmanieren und dem verpopelten Waffenrock. Zum Glück kennt der meinen Teller noch nicht...
Der Abend bracht noch so richtig Stimmung. Ach ja das hab ich ja ganz vergessen. Es war noch ein wirklicher Barde anwesend. Der hatte ne Schalmei und ne Drehleier dabei. Wirklich lustige Sache und er spielte auch wirklich gut. Für die Schalmei braucht es nicht schlecht viel puste. Tarka konnte dass aber wirklich gut.
Und eben dieser Barde hat auch am Abend noch etwas gespielt. Das Essen war vorzüglich, wirklich. Und wir amüsierten uns an den Bekanntmachungen von zwischen den Tellern der Uruloki. Schliesslich möchte der Werte Herr Kürbis nicht nur aus seinem Teller essen.
Danach gab’s Meier! Und dass, war dann wirklich lustig und es wurde immer lustiger.
Obwohl ich mir bis zuletzt nicht sicher war ob Elixa es gut geheissen hätte, hätte sie gewusst dass ihre Leibwache am Met saufen gewesen ist.
Mehr oder weniger war es dann wohl Faolan der mich dazu gebracht hatte aufzuhören. Mit der Begründung ich hätte genug getrunken. Vielleicht war ja auch der Alkohol intus der Grund für meine spätere Günther Seherei. Wer weiss dass schon.

Ach ja, hab ich schon erwähnt dass man diesen König von Osgallon eigentlich vergiften wollte? Ich hab davon nicht viel mitbekommen. Irgendwie zog dass an mir vorbei.
Noch Mal zurück zu der Günthersache. Schlussendlich haben sie den armen Kerl einfach verbrannt. Anscheinend sei er der Grund für die mysteriösen Vorfälle gewesen. Ich kann mir dass nicht vorstellen. Arme Seele.
Ausserdem hat mich Elixa ein zwei Mal darauf hingewiesen dass sie Faolan als Hauptmann brauche, zumindest dann und wann und wenn er sich nicht auf seine Arbeit konzentriere müsse sie einen neuen Hauptmann bestimmen. Dass möchte ich nun wirklich nicht.

Ah ja, schon wieder etwas dass ich fast vergessen hatte. Wir mussten ja noch irgendwann am Abend ein Ritual vom Priester der Uruloki und Jaeshra bewachen. Eine komische Angelegenheit. Der Priester schnitt sich den Arm auf und Jaeshra begann zu phantasieren, und dann war sie auch noch in Ohnmacht gefallen. Was dass hätte bringen sollen hab ich bis zum Schluss nicht heraus gefunden.
Ich ging auch recht früh zu Bett, was man wohl von den Uruloki nicht sagen konnte, wie am nächsten Morgen bekannt wurde.

Aber abgesehen von den komischen Vorfällen war es doch ein schönes Fest. (Den Brief den mir Elixa zu Anfang mal gezeigt hatte begreife ich heute noch nicht.)

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